22.12.2011
15:13

Erkenntnisse aus dem DSpace-Survey zum Metadaten Support

Das DSpace Community Advisory Team (DCAT) hat die Ergebnisse seiner Nutzerumfrage zum Metadaten Support von DSpace veröffentlicht. Die Resultate zeigen, dass es Anpassungsbedarf gibt, ausgehend vom Dublin Core Metadatenset, der sich als der für die Nutzer relevanteste Standard herausgestellt hat. Das DCAT hat einige toDo’s für die DSpace Entwickler und Community aus der Umfrage abgeleitet und folgende Priorisierung veröffentlicht, die nun umgesetzt werden sollen:

1) Entwicklung eines DSpace Add-ons für kontrollierte Metadaten Vokabularien: Das DCAT formuliert den Bedarf der Community, das bereits existierende Dspace Add-on für kontrollierte Vokabularien mit offeneren Rechten und der Möglichkeit der Verlinkung mit externen Quellen auszustatten. Beispiele hierfür sind die National Agricultural Library (linked open data) und die National Library of Medicine (Themen bezogen).

2)  Update des Qualified Dublin Core Registry auf den DCMI Standard: Ziel ist es die Qualified Dublin Core Registry um den neuen Dublin Core Terms Namensraum zu erweitern, als Weiterentwicklung der bisherigen 15 Dublin Core Namenselemente hinaus. Das DCAT empfiehlt darüber hinaus, dass die derzeit gebündelte Standard Konfiguration in die Metadaten Schemata „standardisierte Dublin Core Metadaten“, „administrative Metadaten“ und „lokale Anpassungen“ aufgeteilt werden soll. Das würde vermeiden, dass Repository Betreiber die standardisierten Dublin Core Metadaten modifizieren müssen, da lokale Anpassungen in einem separaten Metadaten Schema umgesetzt werden könnten.

3)   Erweiterung der verfügbaren Metadaten um Community, Sammlungen (Collections) und Files (bitstreams): Im Gegensatz  zu Dokumenten werden Communities, Collections und Files derzeit mit keinem Dublin Core Metadaten Set granular beschrieben. Die Community hat Interesse daran geäußert, dass dieses in naher Zukunft umgesetzt wird.

4)  Mehr Funktionalität im Userinterface und in der Metadatenerfassung: Ziel ist es lokale Anpassungen zu vereinfachen. Dieses soll durch zusätzliche Funktionalitäten im Userinterface und in der Metadatenerfassung erreicht werden. Das könnte beispielswese eine Funktion zum Import/Export von Metadaten von/nach einem anderen Schema als Dublin Core mit einschließen. Einige Mitglieder der Community fordern RDF Triples. Dazu wird vom DCAT die Entwicklung eines  Tutorials angeregt, wie und wo bestimmte Metadaten Schema Aufgaben entwickelt werden können.

5) Prüfung der Implikation von angebotenen hierarchischen Metadaten: Die Machbarkeit und der Nutzen angesichts des DSpace/Fedora Integrationsprozesses soll ermittelt werden.  Hierarchische Strukturen würden die Beziehungen zwischen Metadaten von Communities, Collections und Files ermöglichen. Da die Metadaten bei Fedora im Gegensatz zu DSpace nicht in einer Datenbank sondern in Dateien vorgehalten werden, ist die Möglichkeit Relationen zu bilden bei Fedora flexibler. Hier ist es wünschenswert, dass beide Softwareentwicklungen voneinander profitieren werden. DCAT schlägt vor, dass die Community die Auswirkungen/Angemessenheit eines gesonderten Aufwands der Integration hierarchischer Metadaten zusätzlich zu einer möglichen DSpace/Fedora Integration untersucht und bewertet.

Quelle: http://duraspace.org/community-survey-results-improving-metadata-support-dspace

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