Highlights und Ausblicke für Repository Systeme bei den Open Repositories in Edinburgh 2012

Die 7th international Conference on Open Repositories hat mal wieder bewiesen, dass kreative Entwicklungen im Bereich der wissenschaftlichen Datenspeicherung, -Anreicherung und -Vernetzung langfristig noch nicht erschöpft sind. Im folgenden werden aus der Vielzahl guter Ideen einige Highlights umrissen, die bereits und künftig in die Produktivsysteme Einzug halten werden.

  1. ePrints besitzt nun in Anlehnung an andere ausgewachsene open source Content-Management-Systeme ein eigenes Erweiterungsverzeichnis (Extension Repsository) mit dem Namen Bazaar Storerepository http://bazaar.eprints.org/

  2. DuraSPACE hat 2011 begonnen seinen ersten SaaS (Software as a Service) per DuraCloud bereitzustellen, außerdem wurde der Adaptionsprozess von DSpace (derzeit V. 1.8, folgen wird V. 3 da 2 übersprungen wird) und Fedora (derzeit V. 3.5, folgen wird V. 4) in der open source Community erfolgreich fortgesetzt und es werden "hot topics" Webinare angeboten http://duraspace.org/web_seminars

  3. Variations on Video (von der Indiana University, in Partnerschaft mit der Northwestern University) ist ein frei verfügbares open-source Software-System, das wissenschaftlichen Bibliotheken und Archiven auf einfache Weise online-Zugriff auf ihre Video- und Audio-Sammlungen bietet www.variationsonvideo.org

  4. Connexions ist ein Ort zum Finden und Teilen von Lehrmaterial bestehend aus kleineren Wissensmodulen, die als Kurse, Bücher, Berichte usw. organisiert werden können. Jeder darf mitmachen. Autoren erstellen und kollaborieren, Ausbilder erstellen und teilen benutzerdefinierte Sammlungen, Lernenden suchen und finden die benötigten Inhalte. http://cnx.org/

  5. Apache Stanbol wurde als ein gangbarer Weg vorgestellt, Fedora in das semantische Web zu integrieren
    http://blog.iks-project.eu/linked-media-framework-2-2-with-apache-stanbol-integration/

  6. multivio ist ein serverseitige Software die es erlaubt Dokumente (derzeit hptsl. PDF) auf dem Server zu öffnen und die Ergebnisse dessen in den Browserclient auszuliefern. Dadruch muss der Recherchierende nicht mehr große Datenmengen auf seinen eigenen Rechner herunterladen, bevor er die Dokumente mit einem PDF Reader öffnet sondern kann bequem innerhalb des Servers in PDFs oder PDF Sammlungen im Orginaldokument recherchieren. https://www.multivio.org/main/http://demo.multivio.org/

  7. Die Biblio-Transformations-Engine ist ein Java-Framework von Hellenic National Documentation Centre (EKT, www.ekt.gr) und besteht aus programmgesteuerte APIs für das Filtern und Ändern von Datensätzen, die aus verschiedenen Arten von Datenquellen abgerufen werden (zB. Datenbanken, Dateien, ältere Datenquellen) sowie in den entsprechenden Standardformaten (zB. Datenbank-Dateien, TXT, XML, Excel). http://code.google.com/p/biblio-transformation-engine/

  8. Microsoft Research ist offensiv in der Integration von Such und Depositdiensten in seine MS Office Umgebung, dazu wurde zB ein Word Add-In Deposit-Client vorgestellt, auch sonst versucht Microsoft mit fachbereichsspezifischen Lösungen in der Wissenschaftswelt stärker Fuß zu fassen, sogar mit open source Ansätzen http://research.microsoft.com/en-us/research/default.aspx

  9. Um die Funktionalitäten der Benutzerschnittstellen von Repositorysystemen stärker in die tägliche Arbeit der Wissenschaftler zu integrieren, werden Komponenten wie SWORDv2 und DepositMO eingesetzt, die bereits bei DSpace und ePrints als Extensions integrierbar sind. In Kombination mit Clients wie WatchFolder oder dem MS Word Add-Inn sind damit "Drag and Drop Share" Funktionalitäten wie bei Dropbox möglich. http://blogs.ecs.soton.ac.uk/depositmo/tag/depositmo/

  10. Die University of Hong Kong, Hong Kong S.A.R. (China) nutzt Dspace als institutionelles Repository, welches ergänzt wird um eine Vielzahl an Bibliographischen Metriken auf kumulierter und individueller Ebene, individuellen Researcher Pages bezüglich eigener Publikationen, Instituts- und Abteilungszugehörigkeit, Patenten, etc. sowie Author Editing und facettierter Suche per SOLR
    https://www.conftool.net/or2012/index.php?page=browseSessions&form_session=9

  11. Eine freie Authoring-Software für das kollaborative Erstellen von e-Books bietet Booktype an. Das Resultat lässt sich in den Formaten epub, mobi, als PDF-Datei oder HTML speichern und zu Amazon, iBooks, Lulu.com und anderen Print-on-demand und E-Book-Seiten transferieren http://www.sourcefabric.org/en/booktype/

 

Alle Sessions sowie die sehr empfehlenswerte Keynote von Cameron Neylon sind auf Youtube abrufbar.

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