Noch genießen wir den Sommer und doch geht es mit großen Schritten auf den Herbst zu. Zeit daher um einen Blick auf die kommenden Open Access Tage 2012 im Frühherbst zu werfen. Dieses Jahr findet die Konferenz erstmals im Ausland statt, die österreichische Hauptstadt Wien ist vom 26.9. bis 27.9. der diesjährige Austragungsort. Das Programm lässt auf eine erneut spannende Ausgabe der Veranstaltung hoffen.
Die Keynote wird in diesem Jahr von Prof. Björn Brembs (FU Berlin/Universität Leipzig) gehalten, der das Dilemma beschreiben wird, in welchem sich die Wissenschaftler befinden, verursacht durch das vorherrschende Reputationssystem bei gleichzeitiger Verknappung des Zugangs zu wissenschaftlicher Literatur. (Abstract) Es gilt abzuwarten, ob seine Keynote in einen abermaligen Appell zum Umdenken an falscher Stelle mündet oder er wirklich „one evidence-based medicine to cure the disease“ präsentieren kann. Mit Spannung dürfen die Ausführungen von Daniel Spichtinger, Policy Officer bei der Europäischen Kommission, erwartet werden, der einen Überblick über die Open-Access-Aktivitäten der Europäischen Kommission geben wird. (Abstract) Bevor es in die vielseitigen parallelen Sessions der Konferenz geht (siehe Programm), wird in einem gemeinsamen Block der Stand von Open Access in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz dargestellt, dazu werden referieren Christoph Bruch (Helmholtz-Gemeinschaft), Christian Gumpenberger (Universität Wien) und Christian Fuhrer (Universität Zürich).
Der Nachmittag des zweiten Tags startet mit dem europäischen Projektes PEER, die Ergebnisse und daraus resultierenden Herausforderungen werden vorgestellt. Ganz im Zeichen von kommenden Trends geht es weiter, Andrea Smioski vom Wiener Institut für sozialwissenschaftliche Dokumentation und Methodik (WISDOM) wird auf die Archivierung von Forschungsdaten eingehen und das in Wien praktizierte Modell ‚living archive‘ vorstellen. (Abstract) Über die Trends für Open Access Publishing geht es im Anschluss in einer Podiumsdiskussion (siehe Programm), bevor Prof. Dr. Gabriele Beger von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg die Konferenz mit einer bislang nicht genauer definierten Abschlusskeynote beenden wird.
Im Anschluss an die Konferenz finden drei nicht minder interessante Workshops statt: Im Workshop des Open Journal Systems (OJS) wird das Redaktionssystem und seine verschiedenen Einsatzmöglichkeiten präsentiert. Das Projekt OA-Statistik wird in seinem Workshop die Infrastruktur zur Erfassung von einheitlichen Nutzungsstatistiken vorstellen und Möglichkeiten zur Teilnahme darlegen. Die Langzeitarchievierung von Forschungsergebnissen thematisiert der Workshop des Projekt APARSEN, es werden Kostenmodelle, Qualitätssicherung von Forschungsdaten und Standards in der digitalen Langzeitarchivierung diskutiert.
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