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Ein Programm zur Literaturverwaltung oder auch Referenzmanager ist ein Computerprogramm, das Anwendern zu mehreren Zwecken dient:
Wissenspool und Austauschplattform für Bibliotheksservices im Bereich Literaturverwaltung
(http://literaturverwaltung.wordpress.com/)
Die Plattform resultiert im Kern aus einer am Rande des im Jahre 2010 veranstalteten 3. Bibliothekskongresses in Leipzig, von engagierten Informationsspezialisten gegründeten informellen Initiative.
Das Thema Literaturverwaltung hat in den letzten Jahren in der Softwareentwicklung, aber auch bei den wissenschaftlichen Bibliotheken einen enormen Aufschwung erfahren: kostenlose Softwarelizenzen sowie Schulungs- und Supportangebote gehören mittlerweile vielerorts zum Dienstleistungsspektrum der Bibliotheken. Die Ergebnisse aus der Online-Umfrage Serviceangebote der wissenschaftlichen Bibliotheken im Bereich Literaturverwaltung
(http://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/volltexte/2010/1611/pdf/Stoeber_Literaturverwaltung_Umfrage.pdf) vom Juli 2010 identifizieren die Verbreitung und die Bewährtheit dieser bibliothekarischen Serviceangebote.
(Quelle: [1] by Thomas Stöber]
Im folgenden nach Akteuren und Nutzergruppengegliederte Vergleiche von Literatursoftware :
Soziale Bookmarking-Systeme sind Web2.0-Systeme, die das kooperative Organisieren verschiedener Arten von Ressourcen erlauben. Das derzeit wohl prominenteste System ist die Videoplattform YouTube. Diese Systeme erlauben es jedermann, Ressourcen (bspw. Videos bei YouTube) hochzuladen und mit frei wählbaren Schlagwörtern, sogenannten Tags, zu versehen. Man kann dann sowohl die eigene Sammlung als auch die Sammlungen anderer Nutzer nach diesen Schlagwörtern durchsuchen. Es gibt derzeit drei solcher Bookmarking-Systeme, die sich auf die kooperative Verwaltung von Literaturdaten spezialisiert haben: CiteULike, Connotea, und BibSonomy. Diese Systeme erlauben es Wissenschaftlern, bibliographische Metadaten auszutauschen und in gemeinsamen Publikationen zu verwenden. Vom Prinzip her funktionieren die drei Systeme ähnlich, der Unterschied liegt im Detail. So fokussiert CiteULike etwa auf Publikationsdaten, die von ausgewählten Verlagen und Anbietern übernommen werden. Connotea wurde von der Nature Publishing Group entwickelt. Der ursprüngliche Schwerpunkt lag dabei auf medizinischer Forschungsliteratur. Mittlerweile finden sich heterogene Ressourcen (Connotea unterscheidet nicht zwischen Publikationen und Webseiten) aus verschiedensten Bereichen auf dieser Plattform. Das BibSonomy-System wird detaillierter im Abschnitt „Eigene Vorarbeiten“ beschrieben. Alle drei Systeme unterstützen einen wichtigen Aspekt der Verwaltung von Publikations-Metadaten; jedoch fehlt allen Systemen derzeit eine systematische Integration mit Open-Access-Repositories und Berichtssystemen. Zum Thema „Social Bookmarking“ sind in den letzten Jahren eine Vielzahl von Publikationen entstanden, die zu diskutieren hier zu weit führen würde. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Sammlung www.bibsonomy.org/tag/folksonomy .[2]