| Inhaltsverzeichnis |
Informationen und Dokumente werden im Internet über einen "elektronischen Standort" durch den Uniform Resource Locators (URL) lokalisiert. Verändert sich jedoch dieser Standort, sind gerade elektronische Dokumente nicht mehr auffindbar. Eine Lösung ist die Vergabe von dauerhaften Identifizierungscodes, sogenannten Persitent Identifiers (PI), die in Form von Uniform Resource Names (URN) oder Digital Object Identifier (DOI) vergeben werden. Die Vergabe von Persitent Identifiern ist an Institutionen gebunden.[1]
Digital Object Identifier (ODI) ist ein System, mit dem ein Objekt unabhängig von Ort oder Ressource identifiziert werden kann. Die International DOI Foundation (IDF)
(http://www.doi.org/) ist Betreiber des DOI-Systems, ein System dass einer DOI aktuelle Standorte des Dokuments zuordnet. Damit wird sichergestellt, dass ein digitales Objekt weiter auffindbar ist, wenn sich die ortsgebundene URI ändert. Das DOI-System leitet von einer DOI weiter auf eine aktuelle URI oder einer Übersicht bei mehreren URIs. Die IDF speichert die DOI Informationen, die DOI selbst können von angeschlossenen Institutionen selbst vergeben werden
Die DOI setzt sich nach folgendem Schema zusammen: doi:10.INSTITUTION/ID
Die 10 ist als Standard immer vorne angefügt. Die INSTITUTION ist die ID vergebende Institution, oftmals Verlage und mit einer Nummer bezeichnet. Die ID kann von den Institutionen frei vergeben werden. Der ID können auch Unterteilungen angefügt werden, die mit einem Punkt abgetrennt werden. Diese verweisen auf Bestandteile in der Publikation, wie Abbildungen, Kapitel usw. Für Unterteilungen gibt es aber kein einheitlich festgelegtes Verfahren, d.h. die Art und Verwendung unterscheidet sich zwischen den vergebenden Institutionen.
Die Uniform Ressource Name (URN) verfolgt ebenfalls den Ansatz eine Ressource unabhängig von ihrem Ort zu benennen. Dieses Format kann aber jegliche Ressource benennen und ist dabei nicht auf Objekte geschränkt (möglich sind auch Standards, Ideen oder Konzepte). Die URN kann Institutionsgebunden sein, aber auch auf andere Identifizierungsstandard verweisen, ein bekanntes Beispiel hierfür sind die ISBN Nummern zur Identifizierung von Büchern. Die Identifizierung der Ressource erfolgt über den Herausgeber der URN oder über den Betreiber des Identifizierungssystems (wie z.B ISBN).
Die URN baut sich auf folgende Weise auf:
urn:[NID]:[NID-spezifischer Teil]
NID ist der Namensraum, es folgt ein auf den Namensraum bezogener Identifizierung.
Die Deutsche Nationalbibliothek
(http://www.dnb.de) vergibt ihre URN wie folgt:
Verbünde
urn:nbn:de:[Bibliotheksverbund]:[Bibliothekssigel]-[eindeutige Produktionsnummer][Prüfziffer]
Verlage
urn:nbn:de:[vierstellige Ziffer]-[eindeutige Produktionsnummer][Prüfziffer]
DNB Archiv
urn:nbn:de:101:[eindeutige Produktionsnummer][Prüfziffer]
Die deutsche Nationalbibliothek
(http://www.d-nb.de/netzpub/erschl_lza/np_urn.htm) bietet einen Service zur URN-Vergabe in Deutschland an.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.persistent-identifier.de.